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Polnische Fachkräfte sind gefragt wie nie

geschrieben am: 30-04-2015

Polnische Fachkräfte sind gefragt wie nie

Deutsche Arbeitgeber beklagen immer öfter immensen Fachkräftemangel. Dem Fachkräftemangel entgegen steuern kann man durch eine gezielte Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus der MOE-Region, darunter aus Polen. Der KMU-Sektor wendet sich an Arbeitsvermittlungsagenturen, die auf die Vermittlung von Fachkräften mit maßgeschneiderten Qualifizierungen spezialisiert sind.

Arbeitsmarkt Deutschland: Unternehmer verzweifeln bei der Beschaffung von Fachkräften

Die Republik Polen ist mittlerweile das Land mit der dritthöchsten Migrantenzahl in Richtung Deutschland. Wer immer noch denkt polnische Arbeitskräfte sind billig und für die einfache Arbeit im Ausland zu haben, hat die Globalisierung und die Weltoffenheit Deutschlands verschlafen. Längst ist das Klischee der billigen Putzfrau und des kostengünstigen Bauarbeiters aus Polen überholt. Qualifizierte Facharbeiter aus Nachbarländern sind gefragt wie nie. Die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes zwingt die Unternehmen dazu. Ein Rückblick in das Jahr 2000, als die Dotcom Blase über den Märkten schwebte und Deutschland dringend und kurzfristig IT-Spezialisten brauchte, wurden politische Hebel in Gang gesetzt um den Mangel an Facharbeitern auszugleichen. Die viel diskutierte „Green-Card-Initiative“ war ein Ansatz, ausländische Experten auf unbürokratische Weise ins Land zu holen, der jedoch nicht den erhofften Erfolg brachte. So wurde nichts aus dem Traum polnische IT-Spezialisten nach Deutschland zu lotsen. Der eigentliche Gesetzesentwurf zur Vereinfachung der Einwanderung kam 4 Jahre später. Durch den EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 und der damit verbundenen Arbeitnehmerfreizügigkeit wurde im Jahr 2011 auch der berufliche Weg für polnische Arbeitnehmer nach Deutschland geebnet.

Engpässe auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Seit einigen Jahren spüren die Unternehmen den Fachkräftemangel in Deutschland merklich. Dieser bringt nachhaltig negative Folgen mit sich. Die Gründe hierfür liegen hauptsächlich am demografischen Wandel, der sich bereits jetzt und zukünftig deutlich auf die Arbeitsmarktsituation in Deutschland auswirken wird. Für den ehemaligen Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt macht der Fachkräftemangel in Deutschland mittelfristig die zusätzliche Zuwanderung von ausländischen Spezialisten erforderlich. „Selbst eine weitgehende Ausschöpfung des inländischen Potenzials an Arbeitskräften wird nicht zur Sicherung unseres Fachkräftebedarfs ausreichen“, sagte Hundt der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.1

Es zeichnet sich, neben den Verkaufsberufen, heute vor allem in medizinischen Berufen, im maschinenherstellenden und metallverarbeitenden Gewerbe sowie in der Elektrobranche ein extremes Fachkräftedefizit ab, welches in Zukunft weiter wächst. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt die Vakanzzeiten in den Engpassberufen. Gerade in der Humanmedizin zeichnen sich Suchzeiten für Personal von bis zu sechs Monaten ab. In den anderen Bereichen sind es im Schnitt dreieinhalb Monate.

Fachkräftemangel oder Beschaffungsproblem?

„Wir haben keinen Fachkräftemangel sondern ein Beschaffungsproblem“, so Helmut Meyer, Inhaber und Vorstandssprecher der GeAT AG, dem größten Thüringer Personaldienstleister. „Wer heute Arbeitnehmergewinnung wie noch vor 5 Jahren betreibt – und das gilt insbesondere für den Mittelstand – geht leer aus oder kann die Kosten nicht tragen. Drastische Wettbewerbsnachteile sind die Folgen.“ Dieser Ressourcenallokation widmen sich derzeit einige Personaldienstleister aus Deutschland. Mit der Gründung und Beauftragung von Arbeitsagenturen in Polen sowie der aktiven Auslandsrekrutierung haben sie das Ziel, polnische Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Damit helfen sie vor allem mittelständischen Unternehmen, die es zunehmend schwerer haben, kompetente Fachkräfte für sich zu gewinnen. Firmen, die diese Entwicklung erkannt haben und sich strategisch mit der Personalbeschaffung für die Zukunft auseinandersetzen, greifen bereits heute mit Überzeugung auf eben solche spezialisierten Personaldienstleister zurück.

Win-Win Situation für Arbeitgeber und –nehmer

Natürlich stellen diese auch im Umkehrschluss eine Anlaufstelle für polnische Fachkräfte dar, die auf der Suche nach Arbeit im Ausland sind. Dabei konzentrieren sich die Arbeitsagenturen neben der Rekrutierung und Arbeitsvermittlung vor allem auf ein durchdachtes Integrationsmanagement und die Betreuung der Vermittelten. Seien es Behördengänge, Anmeldeformalitäten, Organisation einer arbeitsplatznahen Unterkunft oder die Vor-Ort-Betreuung durch bilinguale Mitarbeiter – alles läuft parallel im Hintergrund. „Unsere Bewerber aus Polen freuen sich über die Arbeit in Deutschland und sind stolz auf ihre Erfolge in der neuen oder vorübergehenden Heimat“, so Florian Meyer, Vorstandsmitglied der Fachowcy Firmy Meyer Sp. z o. o., einem polnischen Personaldienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung auf die grenzübergreifende Arbeitsvermittlung. „Und die Unternehmen in Deutschland sind froh über die Unterstützung aus Polen“. Ein Service, den der Mittelständler selbst kaum leisten kann. So können sich Unternehmen wie auch Arbeitskräfte auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.

Anerkennung polnischer Abschlüsse

Eine diplomierte polnische Krankenschwester, die in Deutschland als Altenpflegehelferin arbeitet, darf nicht mal ansatzweise die Lösung sein. "Die Politik muss offen und ehrlich sagen, dass wir auf eine gesteuerte und gezielte Zuwanderung angewiesen sind, wenn wir unser Wohlstandsniveau halten wollen." Deutschland sei längst ein Zuwanderungsland, sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.2 Diese Erkenntnis hatte zur Folge, dass am 1. April 2014 das Anerkennungsgesetz in Kraft trat, welches ausländischen Arbeitskräften vereinfacht, einen Berufsabschluss auf Gleichwertigkeit mit dem deutschen Referenzberuf überprüfen zu lassen. Trotz dieser Erleichterung ist es ein aufwendiger Prozess, gerade Berufsabschlüsse, welche vor dem Beitritt Polens in die EU absolviert wurden, anerkennen zu lassen. Gerade mit den heutigen fast schon erwartungsgemäßen just-in-time-Lösungen, auf die Unternehmen am Markt angewiesen sind, ist mit dem Anerkennungsgesetz das Optimum für den schnellen und flexiblen Einsatz von polnischen Fachkräften noch lange nicht erreicht.

Thema der Zukunft

Die deutsche Gesellschaft entwickelt sich bis 2030 in Richtung Dienstleistungsberufe. Ein Ziel für die Zukunft ist es, neben den ausgebildeten Fachkräften, vor allem Jugendliche aus dem Ausland für eine Ausbildung in Deutschland zu gewinnen. Dabei müssen ihnen Chancen und Perspektiven der dualen Berufsausbildung aufgezeigt werden, die sie in Ihrem Heimatland zum Teil nicht haben. Eine Sensibilisierung der Eltern spielt dabei eine essentielle Rolle. "Gerade hier beobachten wir, dass viele Eltern noch ein antiquiertes Bild des Handwerks aus ihrem Heimatland haben", erklärt Dr. Stefan Zimmer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rheinhessen. "Der Handwerksberuf wird dann oft als Verlegenheitsjob betrachtet, der laut und dreckig ist und schlecht bezahlt wird."3 Das Handwerk ist nur ein Bereich von vielen, der ohne Fachkräfte aus dem Ausland auf lange Sicht ausstirbt.

1Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/arbeitgeber-praesident-fachkraeftemangel-eine-der-groessten-wachstumsbremsen/6706382.html)

2(Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/arbeitgeber-mehr-zuwanderung-studie-fachkraeftemangel--/de/News/37331652)

3(Quelle: http://www.handwerksblatt.de/handwerk/fachkraeftemangel-handwerkskammer-rheinhessen-wirbt-bei-migranten-fuer-lehre-im-handwerk-20988.html)

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